L-Lysin: Die Virenbremse unter den Aminosäuren

Die Aminosäure L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper vor allem als Baustein für seinen Proteinaufbau benötigt.

In der Komplementärmedizin wird der Aminosäure L-Lysin als Gegenspieler von L-Arginin seit langem eine antivirale Wirkung zugesprochen, vor allem bei Herpes labialis. So hat sich in der Therapie des Herpes labialis neben der lokalen Therapie mit virustatikahaltigen Herpessalben (z. B. Aciclovir, Penciclovir) auch die Supplementierung von immunaktiven Mikronährstoffen wie L-Lysin, Zink und Vitamin C bewährt. Studien zufolge verkürzen diese Mikronährstoffe die Krankheitsdauer bei Lippenherpes deutlich. Sie lindern zudem die Beschwerden und verbessern dadurch die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Herpesvirus zählt zu den ältesten und komplexesten Viren überhaupt. Weltweit ist die Durchseuchung mit Herpesviren sehr hoch.

 

Die Erstinfektion


Die Erstinfektion mit HSV-1 erfolgt meistens im Kindesalter in Form einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion. Dabei dringt HSV-1 durch kleinste Haut- und Schleimhautschäden in den Körper ein. Vom Ort der Infektion wandert das Virus über die Nervenbahnen zu den Nervenknoten, wo es sein genetisches Material in den Zellkern ablegt und dadurch für das körpereigene Abwehrsystem unangreifbar wird. Ist ein Mensch einmal infiziert, verbleibt HSV-1 trotz gebildeter Antikörper und ohne Beschwerden lebenslang im Ruhezustand in den Nervenzellen.

Ein geschwächtes Immunsystem oder andere Faktoren können eine Reaktivierung der Herpesviren auslösen. Dabei wandert das Virus wieder über die Nervenbahnen an die Hautoberfläche zurück und löst nach einer explosionsartigen Vermehrung die typischen Symptome wie Herpesbläschen an den Lippen aus.

 

Ursachen für einen Herpesausbruch

  • geschwächtes Immunsystem
  • psychische Belastungen
  • Stress
  • stärkere Sonneneinstrahlung
  • hormonelle Schwankungen
  • fieberhafte Infekte

 

Der Krankheitsverlauf bei Lippenherpes


Eine Herpesepisode dauert unbehandelt etwa 7 - 10 Tage und ist in ihrem Verlauf durch 7 Phasen gekennzeichnet, die sich in der Dauer und im Schweregrad unterscheiden können.

  1. Prodomalphase - Symptome: Brennen, Kribbeln, Spannungsgefühl bei noch intakter Haut
  2. Erythemphase - Symptome: Hautrötung, auch Hautentzündung
  3. Papelphase - Symptome: Schmerzen, Papeln
  4. Vesikelphase - Symptome: Papeln blasen sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen, sog. Vesikeln, auf. Das Sekret enthält Millionen von Viren und ist bei Kontakt hochinfektiös.
  5. Ulcerationsphase - Symptome: Aufbrechen und Verschmelzen der Bläschen, Bildung schmerzhafter, nässender Wunden
  6. Verkrustungsphase - SymptomeBildung juckender Krusten und Schorf
  7. Abheilungsphase - Symptome: Abheilung restlicher Rötungen und Schwellungen

 

 

Ernährung: Lysinreich, aber argininarm.

Die Ernährungsgewohnheiten können das Wachstum des Herpesvirus und damit den Ausbruch der Infektion deutlich beeinflussen. Eine vollwertige mikronährstoffreiche Ernährung mit reichlich frischem Gemüse, Salaten, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn-, Milchprodukten sowie magerem Fleisch und Seefisch unterstützt die körpereigene Abwehr.

Studien geben zudem Hinweise darauf, dass eine argininarme und gleichzeitig lysinreiche Ernährung die Anzahl und den Schweregrad der Rezidive verringern.

 

Für Betroffene, deren Erkrankung oft mit einem hohen Leidensdruck und einer Einschränkung der Lebensqualität verbunden ist, kann eine gezielte und ergänzende Aufnahme von L-Lysin eine effektive und hilfreiche Alternative bei der Behandlung von Herpes simplex darstellen.


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